Überblick

Spezialzertifizierung mpMRT Prostata

Die bildgebende Untersuchung der Prostata mittels der MRT sowie die bildgesteuerte minimal-invasive Abklärung auffälliger Befunde sind grundsätzlich Bestandteil der aktuellen Weiterbildungsordnung (WBO) für das Fach Radiologie. In der klinischen Versorgung gewinnt insbesondere die multiparametrische MRT (mpMRT) der Prostata an Bedeutung. So empfiehlt z.B. die Neuauflage der Interdisziplinären Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms, dass eine MRT der Prostata multiparametrisch entsprechend den aktuellen Qualitätsstandards durchgeführt und beurteilt werden soll.

Ziel des vorliegenden Konzepts der Erlangung strukturierter Fortbildungszertifikate für die mpMRT ist es, die strukturierte Qualifikation von Nachwuchsradiologen zu fördern und zu einer weiteren Steigerung der Kompetenz in den Weiter- und Ausbildungsstätten beizutragen.

Lesen Sie hier das Interview mit Herr PD Dr. med. Matthias Röthke zur Einführung der neuen Zertifizierung "mpMR Prostatographie".

Die Einführung des neuen Zertifizierungssystems erfolgt in zwei Phasen:

Für eine Übergangsphase von zwei Jahren kann das Q2-Zertifikat direkt beantragt werden (ohne vorherigen Erwerb des Q1-Zertifikats). Während der Übergangsphase wird eine Falldatenbank zur mpMRT der Prostata in der DRG-Lernplattform aufgebaut. Nach Ablauf der Übergangsphase setzt der Erwerb des Q2-Zertifikates den vorherigen Erwerb des Q1-Zertifikates voraus. Außerdem wird nach der Übergangsphase bei der Antragstellung verpflichtend die Einreichung anonymisierter Bilddaten zur Qualitätssicherung gefordert. Weitere Informationen finden sie hier.